| Das
Baudenkmal WORPSWEDER BAHNHOF
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Um
1900 war eine Reise nach Worpswede noch beschwerlich. Auf den Sandwegen
bahnten sich die Pferdewagen mühsam ihren Weg, und auf den Moorkanälen
transportierten die Torfschiffe ihr Gut und Reisende aus Bremen. Eine
Glasfabrik in der Nähe von Gnarrenburg benötigte dringend Transportmittel,
um Rohstoffe heranzubringen und Produkte zu versenden. So mussten im Zuge
der Industrialisierung andere Wege zum Transport schwerer Lasten gefunden
werden. Eine Eisenbahn war die Lösung. Und so machten sich die Landräte
für den Bau der Bahnstrecke Bremervörde - Osterholz-Scharmbeck
stark. Als die Pläne zum Bau der Eisenbahnlinie aufkamen, befürchtete
die Bevölkerung eine Zerstörung der bis dahin unberührten
Natur und eine Zerteilung der Landschaft durch Brücken und Dämme,
die für den Bau der Bahntrasse nötig waren. Andererseits versprach
man sich eine bessere Anbindung an Bremen.Symbiose aus Stilkunst und regionalen Elementen Vogeler sah in der Präsentation von Gebäude und Innenausstattung in seinem selbst kreierten Jugendstil eine Symbiose aus Stilkunst und bäuerlichen Gestaltungselementen. Das Gebäude selbst und die komplette Inneneinrichtung, von den Möbeln bis zu den Wandgestaltungen, wurde speziell für den Bahnhof konzipiert. Sie begeistern die Gäste noch heute. Ausflug mit dem Moorexpress Das
Streckennetz untersteht nicht der Bundesbahn, sondern gehört größtenteils
dem Land Niedersachsen und den anliegenden Landkreisen. Durch die Gleisführung
in Normalspur können auch Bundesbahnzüge die Strecke nutzen,
ebenso können Züge der Kleinbahn in das Streckennetz der Bundesbahn
überwechseln. Im Jahr 2000 wurde die alte "Moorexpress-Linie"
wieder ins Leben gerufen. Der Moorexpress verkehrt in der Sommerzeit regelmäßig
auf der Linie Bremen - Stade (nähere Informationen unter "Links").
Zudem steht der Zug für organisierte Sonderfahrten - natürlich
auf Wunsch mit einem Stopp am Worpsweder Bahnhof - zur Verfügung. |